Johann Prokop May­er (1735–1804)​​

May­er, Würz­bur­ger Hof­gärt­ner von 1770 bis zu sei­nem Tod, war in ganz Euro­pa  für sei­ne kunst­vol­len Gar­ten­an­la­gen berühmt. Er arbei­te­te für Adels­häu­ser in Deutsch­land und Frank­reich, er han­del­te inter­na­tio­nal mit Pflan­zen und Säme­rei­en, ja er betrieb selbst eine Baum­schu­le für Obst­bäu­me. Der pracht­vol­le Gar­ten rund um die Würz­bur­ger Resi­denz — der Hof­gar­ten — wur­de von ihm geplant und angelegt.
 
Zwi­schen 1776 und 1801 ver­öf­fent­lich­te er sein drei­bän­di­ges Lehr­buch zur Obst­sor­ten­kun­de Pomo­na Fran­co­ni­ca mit groß­for­ma­ti­gen bota­ni­schen Buch­il­lus­tra­tio­nen. In die­sem Stan­dard­werk des Obst­baus beschrieb May­er alle im Hof­gar­ten kul­ti­vier­ten Obst­sor­ten sowie sei­ne lang­jäh­ri­gen Erfah­run­gen in der Obst­baum­zucht. Auf ganz­sei­ti­gen Tafeln wer­den hand­ko­lo­rier­te Kup­fer­sti­che mit mehr als 500 rei­fen Früch­ten gezeigt.

Moti­ve aus: Pomo­na fran­co­ni­ca, 1776