Mad­da­le­na Bou­chard (1772–1793?)

Nur weni­ge Lebens­da­ten der Kup­fer­ste­che­rin Mad­da­le­na Bou­chard sind über­lie­fert, nicht ein­mal das Jahr ihres Todes ist sicher. Sie war die Toch­ter des Ver­le­gers und Buch­händ­lers Gio­van­ni Bou­chard, sie gestal­te­te bota­ni­sche und orni­tho­lo­gi­sche Tafeln für Bücher, die im Ver­lag Bou­chard et Gra­vier ihres Vaters erschienen.
 
Ihre Bilda­feln in einem der sel­tens­ten illus­trier­ten Vogel­bü­cher „Recueil de cent-tren­te-trois Oise­aux des plus bel­le espe­ces“ („Samm­lung von ein­hun­dert­drei­und­drei­ßig Vögeln der schöns­ten Arten“) von 1775 haben einen ganz eige­nen Stil: Ihre Vögel sind nicht natur­ge­treu im her­kömm­li­chen Sin­ne dar­ge­stellt, aber sie sind doch cha­rak­te­ris­ti­scher als die der meis­ten orni­tho­lo­gi­schen Künstler.